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Körperwasseranteil – Infos, Tabelle, Tipps zum Senken und Erhöhen

In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über den Körperwasseranteil. Du findest eine Tabelle die

dir zeigt, wie hoch der Körperwasseranteil sein sollte und welche Grenzwerte er nicht über, oder

unterschreiten sollte. Zudem findest du gute Tipps, wie du ihn schnell erhöhen, oder auch senken

kannst.

Der Körperwasseranteil gibt an, wie viel % der Masse des Körpers aus Wasser besteht. Wasser ist der

wichtigste und häufigste Bestandteil. Viele Körperfettwaagen messen den Körperwasseranteil, da

dieser Rückschlüsse über die Gesundheit und das Fitnesslevel zulässt.

Fettgewebe, Muskelmasse, Körperflüssigkeiten und Knochenmasse haben einen unterschiedlichen Wassergehalt. Während die geliebten Muskeln aus etwa 75% aus Wasser bestehen, enthält Fett lediglich 25% Wasser. Menschen mit einem hohen Körperfettanteil haben also meist einen geringeren Körperwasseranteil. Wer allerdings fit uns gesund ist, hat tendenziell mehr Wasser im Körper.

Wertvoller Körperwasseranteil – Diese Aufgaben übernimmt das Wasser

Der Körperwasseranteil wird maßgeblich beim Trinken bestimmt

Das Wasser in unserem Körper ist sehr wichtig für die Gesundheit. Es übernimmt eine Vielzahl von Funktionen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein höherer Körperwasseranteil automatisch besser ist. Er sollte sich stets in einem gesunden Rahmen bewegen.

Wasser im menschlichen Körper dient beispielsweise der Kühlung. An heißen Tagen und bei sportlicher Betätigung, heizen wir uns ordentlich ein. Ein optimaler Betrieb ist jedoch nur bei etwa 37°C möglich. Damit wir nicht überhitzen, sorgt ein angemessener Körperwasseranteil für eine Regulierung.

Darüber hinaus wird über das Wasser der Transport von Sauerstoff und vielerlei Nährstoffen gewährleistet. Ohne Wasser im Körper könnte unser Gehirn, die Muskeln und Organe nicht versorgt werden.

Ebenfalls wird das Wasser als Baustein benötigt. Beispielsweise bei der Blutbildung spielt es eine große Rolle. Auch bei der Proteinsynthese, dem Herstellen von Hormonen und dem Stoffwechsel ist Wasser beteiligt.

Wasser dient ebenfalls als Transportmittel. Abfallstoffe werden zusammen mit Körperwasser ausgeschieden, sodass der Körper entgiftet werden kann.

So kannst du deinen Körperwasseranteil berechnen

Körperwasseranteil berechnen - am besten mit einer Diagnosewaage

Die beste Möglichkeit um den Körperwasseranteil berechnen zu können, ist die Verwendung einer Diagnosewaage. Diese haben den Vorteil, dass man sie zu Hause nutzen kann und günstig sind. Andere Messverfahren mögen etwas genauer sein, sind aber mit einem großen finanziellen Aufwand, oder dem Gang zum Mediziner verbunden.

Empfehlenswerte Modelle für eine Körperwassermessung sind beispielsweise die Omron BF 511, oder die Tanita BC 545N. Bei der Auswahl der Waage ist darauf zu achten, dass es sich um ein Modell mit Handsensoren handelt. Diese sind immer genauer als Produkte, die lediglich Sensoren an den Fußflächen haben.

Wichtig ist, dass du deinen Körperwasseranteil stets unter denselben Bedingungen misst. Nur auf diese Weise wirst du vergleichbare Werte erhalten.

Befolge die folgenden Tipps vor der Messung:

  • Auf Toilette gehen
  • 0,5L Wasser trinken
  • Trockene Füße und Hände
  • Füße und Hände pflegen (Hornhaut entfernen, eincremen)
  • Immer zur selben Uhrzeit

Körperwasseranteil Tabelle

Wenn Mediziner den Körperwasseranteil bewerten, sind die folgenden drei Faktoren entscheidend:

  1. Das Geschlecht
  2. Das Alter
  3. Die Muskelmasse

Frauen haben aufgrund des meist höheren Körperfettanteils einen geringeren Körperwasseranteil. Zudem sinkt der Anteil an Wasser im Körper, wenn man die Pubertät hinter sich gelassen hat.

Je trainierter ein Mensch ist, desto höher wird auch der Körperwasseranteil ausfallen. Das liegt an der Muskelmasse, welche zu 75% aus Wasser besteht. Demnach haben wir auch diese drei Faktoren in unserer Körperwasseranteil Tabelle berücksichtigt.

Körperwasseranteil in %Zu geringNormalwertZu hoch
KinderUnter 65%65-79%Ab 80%
FrauenUnter 45%45-65%Über 65%
Sportliche FrauenUnter 50%50-70%Über 70%
MännerUnter 50%50-65%Über 65%
Sportliche MännerUnter 55%55-75%Über 75%
RentnerUnter 50%50-65%Über 65%

Diese Folgen hat ein zu niedriger, oder zu hoher Körperwasseranteil

Wasser wird bei einer großen Vielzahl von Prozessen, die im Körper ablaufen, benötigt. Beispiele sind die Hydrolyse, der Transport von Nährstoffen, die Kühlung des Körpers und der Aufbau von Muskelmasse. Ist der Körperwasseranteil zu niedrig, so kann das zu folgenden Symptomen führen:

  • Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Vergesslichkeit
  • Gehemmter Muskelaufbau
  • Hormonschwankungen
  • Antriebslosigkeit
  • Stoffwechselschwierigkeiten

Aber auch ein zu hoher Körperwasseranteil kann sich negativ auswirken. Vor allem dann, wenn es zu Wassereinlagerungen in einzelnen Körperteilen kommt. In einem solchen Fall spricht man von einem Ödem.

So kannst du den Körperwasseranteil erhöhen

Falls dein Körperwasseranteil zu niedrig ist, solltest du daran arbeiten ihn zu erhöhen. Damit du das möglichst einfach tun kannst, habe ich hier 5 wichtige Tipps für dich!

  1. Dein Trinkverhalten

Wasser ist das gesündeste Getränk auf der Welt. Viele von uns trinken allerdings nicht genug davon. Ein pauschaler Rat, wie viel Wasser man trinken sollte, ist jedoch nicht möglich. Das kommt stark auf deine Größe, dein Gewicht, dein Alter, das Wetter und deine sportliche Betätigung an.

Ein guter Rat ist jedoch, dass du nicht wartest, bis du Durst verspürst. Dieser tritt nämlich erst auf, wenn du bereits erste Anzeichen eines Wassermangels erleidest.

Zudem solltest du darauf achten, dass du konstant über den Tag hinweg kleinere Mengen Wasser trinkst. Das ist effektiver als deine Tagesration in einem Schwung zu trinken.

Um grob zu überprüfen, ob du genug Wasser trinkst, hilft der folgende Rechnung:

Körpergewicht in kg * 40ml = Tagesration Wasser

Für einen Menschen der 80kg wiegt, ergibt das eine tägliche Ration von 3,2 Liter.

  1. Dein Essverhalten

Wir nehmen nicht nur über Flüssigkeiten Wasser auf. Auch unsere Nahrung enthält Wasser. Hier kann gesagt werden, dass ungesundes Essen wenig Wasser enthält und gesundes Essen meist viel. Als Beispiel sei gesagt, dass natürliche Lebensmittel wie Gemüse und Obst meist voller Wasser sind.

Aus diesem Grund haben sie wenig Kalorien und sorgen für eine gute Wasserversorgung. Als Faustformel sollten mindestens 50% des Tellers jeder Mahlzeit mit Gemüse und Obst bedeckt sein.

  1. Übergewicht bekämpfen

Je höher dein Körperfettanteil ist, desto geringer wird dein Körperwasseranteil sein. Übergewichtige Menschen haben es also schwieriger, hier einen gesunden Wert zu erreichen. Das ist nur eine von sehr vielen negativen Folgen des Übergewichts.

Arbeite also unbedingt daran, dass du abnimmst.

Lesetipp: Abnehmen mit Krafttraining

  1. Mehr Muskeln aufbauen

Muskeln bestehen zu 75% aus Wasser und sind somit ein ausgezeichneter Speicher. Darüber hinaus ist es gesund Muskelmasse zu bilden und sieht gut aus. Dazu musst du nicht nur Sport treiben, sondern dich auch um eine gesunde Ernährung kümmern. Diese sollte vor allem proteinreich sein.

  1. Regelmäßig Sonne tanken

Die meisten deutschen leiden unter Sonnenmangel. Das wirkt sich nicht nur auf den Vitamin D Haushalt, sondern auch auf deinen Wasserhaushalt negativ aus. Unsere Zellen sind auf Sonnenlicht angewiesen. Nimm dir also regelmäßig Zeit um etwas Sonne zu tanken.

Du musst nicht stundenlag faul herumliegen. Allerdings ist es für Gesundheit und Glück wichtig, dass deine Haut mindestens 15 Minuten am Tag in Kontakt mit Sonnenlicht kommt.

Tipps zur Reduzierung des Körperwasseranteils

Sonne tanken ist sehr gesundheitsförderlich

Vor allem Bodybuilder haben ein Interesse daran, dass der Körper vor einem Wettkampf entwässert wird. Auf diese Weise sieht man schlanker aus und die Konturen der Muskeln lassen sich besser erkennen. Um das Erreichen zu können, helfen dir die folgenden Tipps:

  1. Mehr Trinken

Klingt seltsam, hilft aber tatsächlich. Je mehr du regelmäßig trinkst, desto weniger Wasser speichert dein Körper ein. Er lernt, dass Wasser ständig zur Verfügung steht.

  1. Keine Geschmacksverstärker

Geschmacksverstärker und Salz tragen dazu bei, dass dein Körperwasseranteil steigt. Versuche also, sie zu vermeiden. Sie kommen vor allem in Fastfood, Fertigprodukten und Saucen vor.

  1. Keinen Alkohol trinken

Alkohol ist auf vielerlei Ebenen Gift für deinen Körper. Regelmäßiger Konsum kann zu verstärkter Wassereinlagerung führen. Streiche Alkohol also von deiner Lebensmittelliste.

  1. Weniger Kohlenhydrate essen

Die Energie, welche du über Kohlenhydrate aufnimmst, speist deinen Glykogenspeicher. Isst du deutlich weniger kohlenhydratreiche Nahrung, so wird dieser Speicher geleert. Pro Gramm verlorenem Glykogen, wirst du 3g Wasser aus deinem Körper los.

  1. Cardiotraining

Wenn du viel Wasser im Körper gespeichert hast, hilft es, wenn du kräftig ins Schwitzen kommst. Intensives Cardiotraining ist hier besonders effektiv.

Fazit Körperwasseranteil

Dem Körperwasseranteil wird oft nur eine geringe Bedeutung zuteil. Das ist ein Fehler. Bringt man diesen Wert in einen Zusammenhang mit anderen Körperwerten, kann er viel Aufschluss über den Gesundheitszustand geben. Zudem regt er dazu an, über die Verwaltung des eigenen Wasserhaushaltes nachzudenken.



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