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Was ist Viszeralfett und warum ist es so gefährlich?

Körperfettwaage zeigt das Viszeralfett anBis vor wenigen Jahren war man der Meinung, dass im Hinblick auf das Gewicht des Menschen vor allem der Body Mass Index entscheidend für die Gesundheit sei. Heute weiß man: Viel wichtiger sind Anteil und Verteilung des Körperfetts. Besonders kritisch ist dabei das sogenannte Viszeralfett – das Fett, das im freien Bauchraum um die Organe herum gespeichert wird. Dieses Viszeralfett ist evolutionsbiologisch durchaus sinnvoll, dient es doch in Zeiten von Nahrungsmangel als Energiereserve. Bei Überversorgung, sprich: Überernährung und Bewegungsmangel, kommt es jedoch zur Einlagerung von Viszeralfett, die sich gesundheitsschädigend auswirken kann. Besonders gefährdet sind Figurtypen des sogenannten „Apfeltyps“ – also Menschen, die bei Gewichtszunahme eher am Bauch und weniger an den Hüften zulegen. Tendenziell sind deswegen eher Männer betroffen, Frauen neigen zum sogenannten „Birnentyp“.

Anders als Unterhautfettgewebe ist Viszeralfett nicht sofort sichtbar, das heißt auch Menschen, die äußerlich relativ dünn aussehen, können unter einem zu hohen Anteil an Viszeralfett leiden. Warum aber ist Viszeralfett so gefährlich? Im Vergleich zu den Fettpolstern an Beinen, Po und Hüften ist das Viszeralfett stoffwechselphysiologisch besonders aktiv. Es produziert eine ganze Reihe an Botenstoffen, die sich auf bestimmte Hormone auswirken und damit das Risiko für Diabetes (Typ II), Arteriosklerose, Bluthochdruck, Schlaganfall oder Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen. Wer dieses Risiko verringern möchte, sollte also nicht nur auf seinen Körperfettanteil, sondern auch auf den Bauchumfang achten; Studien haben gezeigt, dass Männer ab einem Bauchumfang von 94cm, Frauen schon ab 80cm gefährdet sind. Der Bauchumfang lässt sich zu Hause ganz leicht selber messen: Einfach ein Maßband auf Höhe des Bauchnabels um die Taille legen, leicht ausatmen und dann den Umfang ablesen.

Auch mit Körperfettwaagen lässt sich das Viszeralfett messen, zum Beispiel mit der Omron BF-511 oder der Tanita BC 601.

Übrigens: wissenschaftliche Studien belegen nicht nur den Zusammenhang von Viszeralfett zu verschiedenen Krankheiten (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Leberschäden und Diabetis), sondern auch, dass eine Ernährung, die reich an löslischen Ballaststoffen ist, das Viszeralfett und damit das Krankheitsrisiko verringern kann (Quelle). Pro 10g löslischer Ballaststoffe (z.B. in Äpfeln oder Hülsenfrüchten), die man pro Tag zusätzlich isst, kann das gefährliche Fett um 3,7% reduziert werden. Wer sich pro Woche 2-4x für 30 Minuten sportlich betätigt, reduziert sein Risiko weiter.

Checkliste zur Reduktion des Viszeralfetts

  • Täglich zusätzlich 1-2 Äpfel essen.
  • Täglich 1 Esslöffel Flohsamenschalen in Wasser eingerührt trinken.
  • Regelmäßig Bohnen und sonstige Hülsenfrüchte essen.
  • Regelmäßig Vollkornprodukte, z.B. Haferflocken, essen.
  • Regelmäßig (2-4x pro Woche) sportlich betätigen, z.B. Walken, Joggen, Schwimmen oder Fahrrad fahren.
  • Generell auf eine gesunde Lebensweise achten.
  • Tipps aus dem Ebook „Effektiv abnehmen“ beachten.


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Kommentare

P Schmidt 6. März 2014 um 09:09

Was für einen Nachteil hat es, wenig bis kein Viszeralfett zu haben?

Antworten

Stefanie Palm 6. März 2014 um 09:24

Im Prinzip keinen. Ein bisschen Viszeralfett schadet nichts, aber nutzt auch nichts.

Antworten

Alex 12. Juli 2016 um 05:17

Hallo reduziert sich das viszeral Fett mit Wasserverlust? Ich mache eben gerade eine Diät und mein %-wert war bereits auf 13, nun nach einer Woche ist er auf 12 gesunken:-), aber hat das auch mit dem "nur" Verlust an Wasser zu tun, oder kann ich auch davon ausgehen dass etwas Fett weg ist?

Antworten

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